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Tandem bietet Service aus einer Hand

Posted on 28 Mai 2010

Von Logistik bis Entsorgung viele ökonomisch-ökologische Synergien

Wenn Handball-Erstligist Frisch Auf in der Göppinger EWS-Arena um den Einzug in die Champions League kämpft, begegnen sich oft nicht nur auf dem Feld starke Partner. Nicht selten kommen dann auch Kunden von Wackler mit Entsorger DU: scheinbar zufällig ins Gespräch – und umgekehrt.

Denn DU:-Chefin Beate Strenkert und Wackler-Geschäftsführer Oliver Schwarz teilen sich nicht nur beim Handball einen Block. Im Ortsteil Holzheim sitzen Cousine und Cousin mit ihren Firmen nur einen Steinwurf von einander entfernt. Der Grund liegt darin, dass DU: und deren Vorgängerfirma ETG 1983 eine Ausgründung des Wertstoff- und Mülltransports aus dem Logistikdienstleister waren, um dessen renommiertes Profil nicht zu verwässern und das des Youngsters zu schärfen.

Heute sind die Synergien quer durch die Schwarz-Gruppe auf fast allen Feldern greifbar: Zum Beispiel in der gemeinsam genutzten, zertifizierten Kfz-Werkstatt, wo auch die 45 Lkw der Marke DU: gewartet werden. Im Gegenzug entsorgt Strenkerts Team 25 unterschiedliche Fraktionen wie alte Reifen, ausgewechselte Bremsflüssigkeit oder Altbatterien – zu 30 Prozent jedenfalls Sondermüll. Einfacher ist es bei Wertstoffen wie Palettenholz, Folien, Styropor oder Kartonage, die als Verpackungsmittel fast allgegenwärtig, nach Gebrauch ziemlich lästig sind.

Umso mehr empfinden Wackler-Kunden es als Service, dass der Logistiker ihnen diese Überbleibsel als Komplettanbieter vom Hof fährt. „Wir können uns das leisten, weil unsere kleine Schwester DU: uns dabei unter die Arme greift“, sagt Oliver Schwarz. Und seine Cousine Beate, eine geborene Schwarz, ergänzt: „Für uns ist das eine gute Chance, dass uns der Wackler-Kunde als Entsorger wahrnimmt.“ Dreimal kam DU: allein 2009 so zu interessanten Neukunden.

Wer das Duo kennt, weiß, dass die beiden in einer gesunden Rivalität denken und handeln. Für die „kleine Schwester“ revanchiert sich Strenkert, in dem sie Wackler immer wieder zu Aufträgen verhilft, die sie durch ihre Kontakte und Gespräche im regionalen Markt dem Stammhaus vermittelt. Dazu zählen bis zu 150 Kilo schwere PET-Ballen, die sie bei einem duzend Mineralbrunnen im Südwesten zum Monatspreis kauft und von Wackler meist in ihre Recyclinganlage in Eislingen speditieren lässt.

A propos Mineralbrunnen: Bei der MinAG in Bad Überkingen und deren Standorten sowie beim Göppinger Pressenbauer Schuler und dessen bundesweiten Niederlassungen tritt das Tandem Wackler und DU: als Generalpartner auf. Und während der Logistiker die fernen Schuler-Standorte über seine CargoLine-Partner bedient, liefert DU: dort diesen Service über zertifizierte Dritte, so dass beide Kunden im wahrsten Sinne des Wortes Service aus einer Hand bekommen. Damit sind die  AGs geeignete Referenzen, mit weiteren global Players ins Geschäft zu kommen.

Wo Wackler und DU: 1969 als einfache Müllkutscher begonnen haben, ist längst ein Hightech-Markt entstanden, der immer neue Geschäftsprozesse erfasst und fließende Übergänge schafft. So hirnt Strenkert aktuell, die PET-Anlage mit selbst erzeugtem Strom zu betreiben. Das würde ihre Stromrechnung um jährlich 150.000 Euro reduzieren. In der Überlegung sind Holzvergasung, Pyrolyse oder Photovoltaik. Schon heute registriert sie, dass ihr Know-how und ihr Netzwerk in diesen Zukunftsthemen wachsen. Und der Tochter des Wackler-Gesellschafters Günter Schwarz ist klar: „Egal, welche Lösung sich durchsetzt, irgendein Logistikaufwand entsteht immer.“ Den kann sie ja dann mit ihrem Cousin besprechen, wenn Frisch Auf! um die Deutsche Meisterschaft spielt. In Reichweite kommt auch dies von Jahr zu Jahr mehr. Leonhard Fromm

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