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München sahnt ab

Posted on 05 August 2011

Kommunale Umsatzrendite spitze

Im Vorgriff auf den diesjährigen „Tag der kommunalen Daseinsvorsorge“ sagt Münchens Oberbürgermeister Christian Ude: “Die Leistungen der Stadt und ihrer kommunalen Unternehmen ist die beste Zukunftsvorsorge für uns alle. Aktuell ist ein Renaissance der kommunalen Daseinsvorsorge zu beobachten. Immer mehr Städte gründen eigene Stadtwerke oder holen andere, früher an Private vergebene Dienstleistungen wieder zurück und erbringen sie in Eigenregie.“

Warum das gut ist? „Bei kommunalen Betrieben steht nicht der schnelle Gewinn, sondern die langfristig nachhaltige Planung und die Ausgewogenheit wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte im Vordergrund“ so der Münchner OB.

Vielleicht steht nicht der schnelle Gewinn in München im Vordergrund, aber der hohe mit Sicherheit. In einem Ranking der, gemessen an der Umsatzrendite, potentesten deutschen Unternehmen für das Jahr 2010 kürte die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Stadtwerke München GmbH mit einer Nettorendite von 23,7 % zum Renditemeister Deutschlands. Blass wirken dagegen „Blue Chips“ wie SAP mit 14,5 %, Hugo Boss mit 10,9 % oder die BASF mit 7 % Umsatzrendite.

Dass ein Unternehmen Spitzenrenditen erwirtschaftet, das über ein Gebietsmonopol bei Dienstleistungen verfügt, ist nicht zufällig. Aus Sicht des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE) müssen für kommunale Unternehmen endlich dieselben Wettbewerbsbedingungen gelten, wie für andere Unternehmen auch. Ungerechte Bevorzugungen bei Marktzugang und Umsatzsteuer müssen beendet werden. BDE-Präsident Peter Kurth erklärt, es sei „grundsätzlich nichts dagegen zu sagen, dass auch kommunale Unternehmen gesunde Geschäftszahlen anstreben.“ Gelinge dies aber „weil diese Unternehmen in Monopolstrukturen arbeiten und sich dadurch fairem Wettbewerb entziehen, werden die für alle anderen Marktteilnehmer gültigen Regeln außer Kraft gesetzt“ argumentiert der BDE-Präsident. Solche Wettbewerbsverzerrungen seien „nicht hinnehmbar.“ Der BDE will sich weiterhin für die Herstellung von „Waffengleichheit“ privater und öffentlicher Unternehmen bei der Auftragsvergabe stark machen.

Bild: Nagy / Presseamt München

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